Unsere Ehrenamtlichen erzählen: Memy aus Ruanda

URIDU wäre nichts ohne seine Ehrenamtlichen. Einige davon möchten wir hier in loser Folge selbst zu Wort kommen lassen und im Rahmen unserer Reihe „Unsere Ehrenamtlichen erzählen“ vorstellen. Heute ist es Memy aus Ruanda.

„Mein Name ist Emmy M. Mmbone, meine Freunde nennen mich Memy. Ich bin geboren und aufgewachsen in einem kleinen Ort namens Voi in Kenia. Ich liebe die Natur, Reisen, Freiwilligenarbeit, Kochen und noch viele andere Dinge. Momentan lebe ich in Kigali in Ruanda. Schon als ich noch ganz klein war, brachten mir meine Eltern bei, dass es wichtig ist, sich für andere Menschen einzusetzen, den Armen und Bedürftigen zu helfen und ein guter Bürger zu sein. Als ich dann 2006 mit der weiterführenden Schule fertig war, begann ich selbst ehrenamtlich in meiner Gemeinde tätig zu werden.

Ich glaube daran, dass wir als Individuen eine größere Verpflichtung gegenüber unserer Gesellschaft und der Welt im Allgemeinen haben als nur die, unsere Aufgaben in der Schule und in der Arbeitswelt zu erfüllen. Winston Churchill hat einmal gesagt: „Wir leben von dem, was wir bekommen, aber ein Leben erschaffen wir uns erst durch das, was wir geben.“ Ich fühle mich jedenfalls immer zufrieden, wenn ich jemandem helfen konnte. Wenn wir uns für unsere Gemeinde und die Welt als Ganzes engagieren und sozial oder ehrenamtlich tätig werden, können wir wirklich viel verändern. Wie bei vielen jungen Leuten ist mein Leben sehr ausgefüllt. Aber ich finde trotzdem immer Zeit für soziales Engagement und Freiwilligenarbeit.

URIDU habe ich durch die sozialen Medien entdeckt - auf Facebook, um genau zu sein. Ich wurde neugierig und schaute mir die Facebook-Seite von URIDU genauer an. Dort fand ich den Link zur Website. Ich schrieb den Leuten eine Nachricht und sagte, dass ich gerne an dem Projekt mitarbeiten würde, und sie waren einverstanden. Erst mal wurde ich Übersetzerin für die Texte von Englisch nach Swahili, später durfte ich - weil ich schon Erfahrung als Moderatorin und Redakteurin hatte - auch Korrektur lesen. So blieb meine Arbeit bei URIDU immer spannend und informativ.

Die beiden Gründer, Felicitas und Marcel Heyne, haben mir viel geholfen. Es ist wunderbar, mit ihnen zusammen zu arbeiten. Aber sie brauchen noch mehr Unterstützung von Übersetzern, Korrekturlesern und natürlich auch Spenden, damit sie möglichst vielen Frauen auf der Welt helfen können.

Auch nach all diesen Jahren des ehrenamtlichen Engagements bin ich immer noch motiviert weiterzumachen und jeden zu unterstützen, der das auch machen will. Das schönste Gefühl, das mir meine Freiwilligenarbeit vermittelt, sind die Freude und der Stolz, die ich jedes Mal verspüre, wenn ich anderen geholfen habe. Für mich ist ehrenamtliches Engagement eine Frage der Menschlichkeit: es transzendiert uns als Individuen und als Menschen. Wer gerne ehrenamtlich tätig ist, dient seinem Land, seiner Region und der ganzen Welt und wächst auch gleichzeitig selbst.

Ich habe das innere Bedürfnis, mit meiner ehrenamtlichen Arbeit anderen etwas von dem, was ich habe, abzugeben. Das ist für mich eine Ehre. Die Wertschätzung, die mir als Freiwilliger von URIDU entgegengebracht wurde, hat mich sehr inspiriert und mich ermutigt, mein Engagement weiter fortzusetzen. Wenn du jemandem etwas Gutes tust, erwarte kein Geld dafür, sondern tu es einfach und geh dann weiter. Die größte Belohnung, die du dafür bekommen kannst, kommt vielleicht nicht sofort oder nicht in sichtbarer Form, aber du nimmst einen großen Einfluss auf das Leben eines anderen Menschen.

Das Beste, was wir als Ehrenamtliche erreichen können, ist es, mit unserer eigenen Leidenschaft andere Menschen ebenfalls zu ehrenamtlichem Engagement aus Leidenschaft zu motivieren. Heutzutage denken viele junge Menschen, dass Ehrenamt nicht ihr „Ding“ sei oder ihnen nichts bringe, aber das stimmt nicht. Mein Rat lautet: ergreife jede Gelegenheit zu ehrenamtlichem Engagement, besonders die bei URIDU, denn du wirst die Erfahrung nie vergessen und sie wird dich ungeheuer bereichern. Niemand kann alles tun, aber jeder kann ein bisschen was tun. Worauf wartest du also?“

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