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Corona: Helfen Sie uns im Kampf gegen die zweite Welle in Afrika!

Corona

In vielen afrikanischen Ländern explodieren derzeit die Zahlen der COVID-19-Neuinfektionen und leider auch die der Todesfälle. Laut der Wold Health Organization Africa stiegen die Infektionen auf dem Kontinent zwischen dem 29. Dezember 2020 und dem 25. Januar 2021 im Vergleich zu den vier Wochen davor um 50% an. Die WHO hat inzwischen zehn Hotspot-Länder identifiziert, die hauptsächlich im Süden des Kontinents liegen. Aber auch Nigeria und Uganda stehen mit auf der Liste. Vielerorts stehen Kliniken bereits kurz vor dem Kollaps.

Ein wichtiger Faktor, der die zweite Welle auf dem afrikanischen Kontinent offenbar antreibt, ist die Coronavirus-Mutante B.1.351. Sie wurde erstmals in Südafrika entdeckt und könnte laut Experten um 50 Prozent ansteckender sein als die Ursprungsvariante. Entsprechend schnell verbreitet sie sich mittlerweile in etlichen afrikanischen Ländern. Unter anderem wurde sie schon in Gambia und Nigeria nachgewiesen. Die Mutante erzeugt mehr Fälle - und damit auch höhere Sterblichkeitsraten. Nicht unbedingt, weil sie gefährlicher ist, sondern vor allem deshalb, weil sie in vielen afrikanischen Ländern auf ein schnell überfordertes Gesundheitswesen trifft.

Laut vieler Ärzte ist die Ursache für die Wucht der zweiten Welle jedoch in erster Linie im menschlichen Verhalten zu suchen: „Neben den neuen Varianten laufen wir vor allem Gefahr, dass eine Kombination aus COVID-19-Überdruss und den klassischen Jahresend-Familientreffen den perfekten Sturm auslösen. Diese zweite Welle kann Afrikas Gesundheitseinrichtungen ganz schnell überfordern", erklärt Dr. Matshidiso Moeti, Regionaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Afrika. Eine Katastrophe mit Ansage: Schon am 23. Dezember warnte Ado Muhammad, Gesundheitsberater der D8 (eine Gruppe aus acht Entwicklungsländern), in einem DW-Interview, dass die zweite Welle bevorstehe: „Die Leute gehen ihren Geschäften wie gewohnt nach. Sie gehen zu Hochzeiten, Veranstaltungen, in die Kirche und in die Moschee. Sie schütteln sich die Hand und tragen keine Masken, sie halten keinen Abstand." Ambrose Otau Talisuna, Programmmanager der WHO Afrika, stimmt ihm zu: „Die Weihnachtsferien waren definitiv ein Superspreader-Event. Die Leute fuhren von der Stadt aufs Land oder in ihr Heimatland. Und jetzt sehen wir die Konsequenzen." Ebenfalls wenig hilfreich waren bei der Pandemiebekämpfung natürlich die Wahlkampf-Massenveranstaltungen, die in den letzten Monaten gleich in mehreren Ländern (z. B. in Uganda, Ghana und Tansania) stattfanden.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass - anders als in Europa - COVID-19-Impfstoffe in Afrika derzeit noch in weiter Ferne sind. Experten gehen davon aus, dass es mindestens noch ein halbes Jahr dauern wird, bis Impfstoffe auf dem gesamten Kontinent verfügbar sein werden. John Nkengasong, Leiter des Africa's Center for Disease Control, kündigte auf einer Pressekonferenz an, dass Massenimpfungen in Afrika erst Mitte 2021 beginnen werden.

Umso wichtiger ist es, die zweite Welle jetzt zumindest mit denjenigen Mitteln zu bekämpfen, die vorhanden sind: dem Tragen von Masken, dem Händewaschen und dem Einhalten des Sicherheitsabstands. Und es ist wichtiger denn je, Menschen zu verantwortungsbewusstem Verhalten zu motivieren und ihnen korrekte Informationen über COVID-19 zu liefern. Immer noch kursieren zu viele Fake News über viele Krankheiten in Afrika - auch über Corona. Unsere Corona WhatsApp-Audiokampagne kann eine wichtige Rolle in diesem Kampf spielen und dazu beitragen, wichtige Fakten über das Coronavirus schnell und einfach in 70 Sprachen zu verbreiten.

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