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Ruanda: Project Bethesda zur Mentalen Gesundheit

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Schon Ende 2018 konnte URIDU eine Kooperation mit dem Pfalzklinikum Klingenmünster etablieren, das in Sachen mentaler Gesundheit eng mit dem Caraes-Ndera-Hospital in Kigali zusammenarbeitet. Im Rahmen einer ersten Projektreise nach Ruanda entwickelten wir im März 2019 mit den Fachleuten vor Ort ein innovatives Konzept, um psychisch Kranke nach deren Entlassung aus dem Krankenhaus in ihren Heimatgemeinden besser unterstützen zu können. Im Oktober 2019 startet in der Gemeinde Kamonyi dann unser neues „Project Bethesda“, gefördert vom Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda e.V.

Hierfür wurden Selbsthilfegruppen aus ehemaligen Patienten des Caraes-Ndera-Hospitals gebildet. Diese treffen sich zweimal wöchentlich und hören sich mit Hilfe der URIDU-MP3-Player speziell für sie entwickelte Inhalte in der Landessprache Kinyarwanda an. Der Schwerpunkt liegt dabei auf psychischer Gesundheit, es geht aber auch viel um den Kampf gegen Aberglauben und Stigmatisierung psychischer Krankheiten, die in Ruanda eine große Rolle spielen.

Das Projekt beschränkt sich aber nicht auf die rein theoretische Wissensvermittlung, sondern zielt ergänzend darauf ab, die existenziellen Lebensumstände der Teilnehmer zu verbessern und ihnen wieder mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Alltag zu ermöglichen. Deshalb gehört zu den Gruppentreffen auch ein landwirtschaftliches Trainingsprogramm, in dessen Rahmen die Teilnehmer praxisorientiert beim Anlegen und Bestellen kleiner Gemüsegärten angeleitet werden. Ziel dabei ist es, die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Betroffenen zu stärken.

Mehr über das Project Bethesda auch hier.

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