Aktuelles von URIDU

Ambulante Unterstützung für psychisch Kranke im ländlichen Ruanda

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Wie in vielen anderen Entwicklungsländern gibt es auch in Ruanda kaum ausgebildete Fachkräfte für die psychische Gesundheitsversorgung. Vor allem für Menschen, die in Armut oder weit entfernt von städtischen Zentren leben, existieren daher oft keine oder kaum geeignete Hilfen. Psychisch kranke Menschen erhalten daher leider nur allzu oft keine adäquate Behandlung.

In unserem Projekt wollten wir daher prüfen, ob eine technologiebasierte, niedrigschwellige psychologische Intervention die psychische Gesundheit von TeilnehmerInnen an Selbsthilfegruppen verbessern kann. Die Skalierbarkeit und die Kosteneffizienz des Gesamtkonzepts waren uns dabei besonders wichtig - schließlich geht es uns immer darum, möglichst vielen Menschen möglichst gut zu helfen. Außerdem wäre der Ansatz auch leicht auf andere ländliche Regionen Ruandas übertragbar. Hauptziel des Projekts war die Stärkung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und psychosozialen Problemen. Unsere starken Projektpartner hierbei: das Pfalzklinikum Klingenmünster, das Ndera Neuro-Psychiatric-Hospital in Kigali, der Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda e. V. und die Selbsthilfeorganisation OPROMAMER. Weiterlesen …

Bildung als Ressource für Women's Empowerment

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Klassenunterschiede und geschlechtsspezifische Ungleichheiten im Bildungswesen

Bildung hängt seit jeher überall direkt von Klasse, Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit ab. Doch nirgendwo ist dieser Zusammenhang deutlicher erkennbar als im subsaharischen Afrika. Einer UNICEF-Studie zufolge sind es vor allem Guinea, die Zentralafrikanische Republik, Senegal, Kamerun, Benin, Niger und Ruanda, die am wenigsten Geld in die Bildungsmöglichkeiten für die ärmste Bevölkerungsschichten stecken (Imchen 2020, 6). Jedes dieser Länder investiert nur 10 % oder weniger seiner öffentlichen Bildungsmittel in seine ärmsten, aber 30 % bis 50 % in seine wohlhabendsten Haushalte. Auch Ghana, Togo und Tunesien geben relativ wenig öffentliche Mittel für die Bildung der Armen aus. Stattdessen bevorzugen sie die Oberschicht und nutzen die Regierungsmacht vor allem als Instrument zur Stärkung der Eliten. Dadurch entsteht ein Teufelskreis aus Armut und Analphabetismus in den ärmsten Regionen dieser Länder.Weiterlesen …

Mit digitaler Technologie und Audioinhalten gegen das Lepra-Stigma

Leprosy


Falls Sie gerade ungläubig die Stirn gerunzelt haben: Doch, ganz recht - Lepra gibt es tatsächlich immer noch. Im Jahr 2019 wurden der Weltgesundheitsorganisation weltweit immerhin mehr als 200.000 neue Fälle gemeldet. Schätzungsweise 2 bis 3 Millionen Menschen leben derzeit weltweit mit leprabedingten Behinderungen. Die meisten Neuerkrankungen im Jahr 2019 wurden in Indien, Brasilien und Indonesien diagnostiziert; über die Hälfte davon in Indien. Kein Wunder, denn dort lebt nach wie vor ein Drittel der armen Weltbevölkerung - und genau diese Gruppe ist unverhältnismäßig stark von der Krankheit betroffen.Weiterlesen …