Open Source for Equality Day in Kampala, Uganda

Open Source for Equality Day in Kampala, Uganda

Zur Vorstellung und Weiterentwicklung unserer Initiative Open Source for Equality (OSEQ) wollten wir schon seit längerem mal einen tiefen Einblick in ein lokales Ökosystem gewinnen. Der Open Source for Equality Day in Kampala war nun der offizielle Startschuss hierfür.

Die Kernidee hinter dieser Vernetzungs- und Innovationsveranstaltung, die am 6. Juli 2022 stattfand: Lokale Stakeholder (NGOs, CBOs, internationale Entwicklungsagenturen, Startups, Regierungsbehörden und Softwareentwickler) sollten hier zusammen- und miteinander ins Gespräch kommen. Unser Hauptziel war es, langfristige, nachhaltige Partnerschaften mit lokalen Akteuren in Uganda aufzubauen. Darüber hinaus werden uns die Erfahrungen aus dieser Veranstaltungsreihe helfen, Aktivitäten zu entwickeln, die dann auch in anderen lokalen Ökosystemen umgesetzt werden können.

Das Thema der Veranstaltung lautete "Open Source for Local Action on the Sustainable Development Goals - Challenges and Opportunities". Offene Innovationen in Form von Digital Public Goods (digitalen öffentlichen Gütern; das bekannteste Beispiel hier ist sicher Wikipedia) stellen einen der Eckpfeiler des UN-Fahrplans zur Erreichung der SDGs dar. Die Vereinten Nationen definieren digitale öffentliche Güter als Open-Source-Software, offene Daten, offene KI-Modelle, offene Standards und offene Inhalte, die sich an die Bestimmungen des Datenschutzes, an geltende Gesetze und an bewährte Verfahren halten, die keinen Schaden anrichten und in irgendeiner Form zur Erreichung der SDGs beitragen. 

Solche digitalen öffentlichen Güter können in dreierlei Hinsicht eine wichtige Rolle spielen:

  • Sie können dazu beitragen, digitale Lücken zu schließen, indem sie zugängliche digitale Werkzeuge bereitstellen.
  • Sie können NROs und CBOs bei deren digitalem Transformationsprozess helfen.
  • Sie können Möglichkeiten für lokale EntwicklerInnen und InhaltserstellerInnen bieten.

Im Rahmen einer Reihe von Diskussionsrunden und Vorträgen von Interessenvertretern aus der Regierung, der Zivilgesellschaft und der Entwicklergemeinschaft wurden diese Aspekte während des Events durch Beiträge verschiedener Redner, Fallstudien, Networking-Sitzungen etc. veranschaulicht.

Die Redner und Vortragenden:

  • Michael Ocero, stellvertretender Beauftragter für E-Dienste im Ministerium für Informationstechnologie und nationale Beratung, Uganda
  • Charlène Cabot, Leiterin des Response Innovation Lab Uganda
  • Deborah Aanyu Oduman, Leiterin der Open-Source-Gemeinschaft Afrika Kampala
  • Marcel Heyne, Gründer der Initiative Open Source for Equality und CEO von URIDU
  • Phillip Ayazika, Programmleiter bei Pollicy.org
  • Sherinah Ngabo, ICT4D-Beraterin bei der Welthungerhilfe
  • Sandra Aceng, Programmmanagerin bei Women of Uganda Network, Wikimedia Community User Group Uganda

Fünf Fallstudien wurden vorgestellt und diskutiert. Ziel war es, digitale Open-Source-Innovationen zu entmystifizieren und insbesondere zu zeigen, wie sie jeweils dazu beitragen können, ein bestimmtes Ziel für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Dabei lag der Schwerpunkt auf den Bereichen Gesundheit, Bildung und Gleichberechtigung. Die folgenden Projekte wurden vorgestellt: Open Street Map Uganda, Simbi Learn Cloud, Uganda EMR, Audiopedia und Ustad Mobile

Hier noch ein kleines (englisches) Video, das die fünf Projekte und ihre Nutzung von Open Source und Open Content vorstellt: