Vom Pfälzerwald zum Regenwald

Wir suchen 7099 Regenwaldretter

Annweiler ohne den Pfälzerwald - unvorstellbar. Andernorts ist Naturschutz jedoch nicht selbstverständlich, sondern vielmehr eine lebensgefährliche Aufgabe. Rücksichtslose Abholzung, Brandrodungen und Wilderei sind an der Tagesordnung.

Ein nachhaltiger Ansatz zum Schutz der Regenwälder ist die Stärkung der indigenen Völker, etwa durch Bildung. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Ureinwohner Garanten für den Erhalt dieser einzigartigen Ökosysteme sind. Doch wie vermittelt man grundlegendes Wissen an Menschen, die weder lesen noch schreiben können und fernab der Zivilisation leben?

Die gemeinnützige Organisation URIDU aus Annweiler arbeitet seit Jahren mit einfachen und robusten Technologien an Wegen der Wissensvermittlung. Unsere nachhaltigen, solarbetriebenen Audioplayer kommen in den entlegensten Orten der Welt zum Einsatz.

Zum Rheinland-Pfalz-Tag haben wir ein besonderes Projekt mit der größten Naturschutzorganisation Paraguays initiiert. Ziel des Gemeinschaftsprojektes ist der Schutz des Mbaracayú UNESCO Biosphärenreservates, dem letzten verbleibenden Stück des Atlantischen Regenwaldes im Land.

* 7099 ist übrigens die Einwohnerzahl Annweilers

Regenwälder garantieren Artenvielfalt

Der Atlantische Regenwald ist einer der vielfältigsten und biologisch reichsten Wälder der Welt - aber auch einer der am stärksten bedrohten. Nur etwa 7% seiner ursprünglichen Fläche bestehen in der Gegenwart fort. Das Mbaracayú UNESCO Biosphärenreservat ist ein echter Biodiversitäts-Hotspot: auf einem Drittel der Größe des Pfälzerwaldes leben 30% mehr Vogelarten als in ganz Deutschland.

Mitmachen ist einfach!


Mit einer Spende von nur 2 Euro können wir einer indigenen Frau nachhaltig Wissen vermitteln und damit sie und ihre Familie stärken. Als kleines Dankeschön gibt es unseren exklusiven Regenwaldretter-Aufkleber.

Regenwaldretter werden kann man an unserem Stand auf dem Rheinland-Pfalz-Tag - oder per
Online-Spende.

Auf dem Rheinland-Pfalz-Tag sind wir von 28. bis zum 30. Juni im Bereich "Rheinland-Pfalz sozial" zu finden.
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Das Mbaracayú Biosphärenreservat

Das Mbaracayú UNESCO Biosphärenreservat im Osten Paraguays umfasst 64.000 Hektar und befindet sich seit 30 Jahren im Besitz und unter der Verwaltung der gemeinnützigen Stiftung Fundación Moisés Bertoni. Um das Reservat gegenüber illegaler Abholzung und Wilderern zu schützen arbeitet die Stiftung eng mit den 16.000 Menschen der indigenen Gemeinden zusammen, die am Rande des Naturschutzgebietes leben.
Die Regenwaldschule für indigene Mädchen
Das Centro Educativo Mbaracayú (CEM) ist ein Internat für junge indigene Mädchen im Alter von 15 bis 18 Jahren mitten im Mbaracayú Biosphärenreservat. Die Schule wurde 2009 als Teil einer Strategie gegründet, welche lokale Gemeinden in den Naturschutz integriert. Die Schule bietet ein technisches Abitur in Umweltwissenschaften an, das sich auf die Methodik des "learning by doing" konzentriert. Aufgabe des CEM ist es, junge Landfrauen zu Botschafterinnen des Wandels, zu Naturschützerinnen und zu Unternehmerinnen zu machen, die die Lebensqualität in ihren Gemeinden verbessern.
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Die indigenen Gemeinden der Region
Indigene Gemeinden der Mbya-Guaraní und Aché Ethnien leben im Einzugsgebietes des Mbaracayú Biosphärenreservats. Mehr als 80% der Bevölkerung der Region leben in extremer Armut; die Analphabetenrate unter Frauen ist enorm hoch. Fast 90% der Mädchen werden im Alter von 14 Jahren schwanger und brechen die Schule ab. Indem man diesen jungen Frauen neue Perspektiven bietet, tragen sie aktiv zu einer positiven Veränderung in ihren Gemeinden bei und sichern damit den Fortbestand des Regenwaldes.
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URIDU - Wir machen Wissen hörbar
Unser Projekt unterstützt die Schülerinnen der Regenwaldschule dabei, das erworbene Wissen zu Themen wie Gesundheit, Hygiene, Familienplanung und Einkommensquellen in ihre Gemeinden zu tragen. Aufgrund der hohen Analphabetenrate werden hierfür unsere nachhaltigen, solarbetriebene MP3-Player genutzt. So schaffen die Mädchen neue Perspektiven für die indigene Bevölkerung.
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Mädchen stärken, Regenwald retten

Ziele für nachhaltige Entwicklung

Die Sustainable Development Goals (SDGs) wurden im September 2015 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Die SDGs skizzieren eine neue und ehrgeizige weltweite Agenda, um Armut und Hunger zu reduzieren, Gesundheit zu verbessern, Gleichberechtigung zu ermöglichen, den Planeten zu schützen und vieles mehr. Unser Projekt integriert 12 der insgesamt 17 Ziele in sein Bildungs- und Naturschutzkonzept.
  •  Keine Armut

    Keine Armut

  •  Keine Hungersnot

    Keine Hungersnot

  •  Gute Gesundheitsversorgung

    Gute Gesundheitsversorgung

  •  Hochwertige Bildung

    Hochwertige Bildung

  •  Gleichberechtigung der Geschlechter

    Gleichberechtigung der Geschlechter

  •  Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen

    Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen

  •  Erneuerbare Energie

    Erneuerbare Energie

  •  Gute Arbeitaplätze und Wirtschaftswachstum

    Gute Arbeitaplätze und Wirtschaftswachstum

  •  Reduzierte Ungleichheiten

    Reduzierte Ungleichheiten

  •  Verantwortungsvoller Konsum

    Verantwortungsvoller Konsum

  •  Maßnahmen zum Klimaschutz

    Maßnahmen zum Klimaschutz

  •  Leben an Land

    Leben an Land

Gefördert durch Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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